ZuhauseMit einem kranken und behinderten Kind zuhause sieht der Alltag zwangsläufig anders aus. Er ist geprägt von der Sorge und der Angst um das Kind, er ist geprägt von den ganzen Geräten und Hilfsmittel die das Kind rund um die Uhr überwachen bzw. ein überleben ermöglichen und er ist geprägt von den vielen vielen Terminen die man wahrnehmen muss. Da kommt es durchaus vor, daß andere Dinge zurück gestellt werden, daß man für vieles keine Zeit oder einfach auch keine Kraft mehr hat. Soziale Kontakte werden, bedingt durch die angespannte Situation, erschwert und auf ein Minimum zurück geschraubt. Dies erfordert viel Toleranz und Verständnis, sowie Feingefühl und Courage von den Beteiligten. Hier hatten und haben wir es als Eltern auch nicht immer leicht, denn nicht jeder konnte oder wollte unsere Situation so annehmen wie sie ist. So veränderten sich auch im Laufe der Monate die Kontakte, manche brachen völlig ab, andere benötigten eine Weile bis sie damit zurecht kamen und andere wiederum waren von der ersten Stunde an einfach nur da. Für uns als Eltern war es nicht einfach, zunächst war es Wut über das Verhalten einiger, dann Enttäuschung und mittlerweile haben wir gelernt gelassen damit umzugehen. Wir haben für uns beschlossen, daß es nicht an uns ist, für Verständis zu werben, wir lassen jeden so damit umgehen wie er es für sich kann und haben an niemanden mehr irgendwelche Erwartungen. Mit dieser Einstellung geht es uns wesentlich besser, da wir alles lockerer und entspannter sehen können. Denn heute wissen wir wer da ist und auf wen wir zählen können. |
|
Autor: Sandra Rech
Letzte Änderung:21 Mar 2011 |
Impressum |
|